Die Kabine im Bau

Nachdem wir unseren Atego im Juni abgegeben haben ist bereits Einiges passiert. Zunächst wurde die Pritsche demontiert und der gesamte Leiterrahmen freigelegt. 

Der Aufbau ist demontiert

Im nächsten Schritt wurde der Hilfsrahmen konstruiert und auf den Atego angepasst. Jeder Hilfsrahmen ist individuell auf das Gestell angepasst und keine „Massenproduktion“. Deswegen kann man leider nicht in eine Schublade greifen, sondern muss individuell je nach gewünschtem Kabinenaufbau konstruieren und fertigen. Die Firma „Eine Welt Reisen GmbH in Berlin, die unsere Kabine baut verfügt über große Erfahrung im Bau von Aluminium Kabinen und baut diese ausschließlich. So besteht auch der Hilfsrahmen aus geschweißten Aluprofilen und wiegt dadurch extrem wenig. Nach Fertigstellung wird alles wieder demontiert und wird Pulver beschichtet. Das hat den Vorteil, dass es keine Stelle am Rahmen gibt, die nicht beschichtet ist. Es wird später kein Loch mehr in den beschichteten Rahmen gebohrt!                                      Einige Wochen später ist dann mal wieder ein kleiner Fortschritt zu sehen…

Der pulverbeschichtete Zwischenrahmen

 

Noch ist der Rahmen nur aufgelegt, da nun die 2-Punkt-Lagerung konstruiert werden muss. Auch dies kann nur individuell angepasst werden.

 

16.11.2017

Es sind nun einige Wochen vergangen…lange Wochen muss man sagen. Was ist in dieser Zeit passiert?

Es musste sehr viel in Auftrag gegeben und bestellt werden. Die KCT Fenster, die Aluminiumplatten für den Koffer, die Schaumwände für die Isolierung, Rahmenprofile, und und und. Alles hat bis hierhin gut geklappt und wir liegen im Zeitplan, wie uns Andre Schwarz von Eine Welt Reisen GmbH am Freitag mitgeteilt hat 🙂 ! Wir sind überglücklich als er uns offenbarte, dass wir in spätestens 3 Wochen den ersten Fuß in die Kabine setzen können! Unglaublich, das werden die schlimmsten 3 Wochen unseres Lebens glaube ich!

Ein fast fertiger Bruder steht schon neben unserem Atego!

Einen Bruder hat er schon

Wie schon erwähnt werden wir es für unsere erste Reise auch nur bei einer sehr spartanischen Kabine belassen. Das Bad wird „fertig“, oder eher „funktional fertig“ sein. Es wird ein provisorisches Bett geben, und der Rest muss warten! Aber was soll es schon…mit dem G hatten wir deutlich weniger und waren auch glücklich!

 

02.12.2017

Die Kabine steht und wir sind überglücklich, dass das Ganze nun Formen annimmt und wir endlich etwas zum „Anfassen“ haben. Auch wenn noch kein Boden drin ist, so lassen wir es uns nicht nehmen den Rohbau zu betreten 🙂

Marina vor der Rohkabine
Vorderseite der Kabine
Ausschnitt Seitenklappe
Ausschnitt für KCT Seitenfenster

Noch sieht alles sehr roh aus, aber wir können uns bereits sehr gut vorstellen, wie es später mal aussehen wird. Die Seitenwände sind bereits fertig. Die Besonderheit ist, dass die Wände bevor sie verbaut werden und ihre 60mm Isolierung bekommen, vorher Pulver beschichtet werden. Das ist deutlich besser, als die fertige Kabine zu lackieren. Hier kommt es sonst immer wieder dazu, dass wenn der Koffer arbeitet, Wasser eindringen kann und sich zwischen Lack und Aluwand setzt. Ist dies einmal passiert, wirft der Lack Blasen und man kommt dagegen nicht mehr an.

Bei uns sind sämtliche Kanten der Ausschnitte ebenfalls Pulver beschichtet und somit absolut geschützt. Wir haben keinen Karosseriebauer gefunden, der so ein aufwendiges Verfahren anwendet. Dies war damals eines der Hauptkriterien, warum wir uns für den Kabinenbauer EINE WELT REISEN GmbH

entschieden haben. Speziell bei Aufbauten für 4×4 Fahrzeuge unterliegt der Koffer extremen Belastungen und man kann gar nicht genug Vorsorge treffen, dass der Aufbau diesen Belastungen Stand hält!

In den kommenden 3 Wochen wird die Kabine dann fertiggestellt. Wie bereits berichtet, wird uns am 22.12.2017 die Kabine zunächst ohne Ausbau übergeben. Es wird lediglich das Bad fertig sein. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Es hat einfach an Zeit gefehlt! Wir haben dann ca. 8 Tage Zeit, um eine provisorische Elektroinstallation zu machen, die Heizung und ein Bett einzubauen. Und dann werden wir am 15.01.2018 hoffentlich zur Jungfernfahrt nach Marokko aufbrechen können.

Zwischenzeitlich haben wir auch noch mal den Grundriss des Innenausbaus geändert. Dieser wird nun so aussehen:

Der neue Grundriss

Viel Platz haben wir in unserer Kabine nicht; das war uns allerdings von Anfang an klar. Der Bau eine Kabine ist immer mit Kompromissen behaftet. Plant man großzügig, geht dies zu Lasten der Geländegängigkeit. Uns war es wichtig, dass der Atego so wenig wie möglich von seiner ausgezeichnete Geländegängigkeit einbüßt. Was hilft es, wenn wir ein großes und komfortables  Wohnmobil haben, aber nicht mehr da hinkommen, wo wir unbedingt hin wollen!? Dann lieber im Innenraum Abstriche machen…aber das ist natürlich eine Frage der Philosophie, die bei jedem anders ist.

Des Weiteren müssen wir natürlich auch auf das Gesamtgewicht achten, da der Atego auf 7,49t abgelastet wurde. Dies war uns ebenfalls sehr wichtig, den es gibt zu viele Einschränkungen und Verbote, wenn man diese magische Grenze übertritt. Des Weiteren hätten wir beide unseren Führerschein erweitern müssen. Wir glauben alles richtig entschieden zu haben…die ersten Fahrten werden es zeigen, ob wir Recht behalten!

22.12.2017

Es ist endlich so weit. Wir können den Atego abholen. Es sind mehr als 5 Monate vergangen, seitdem wir den Atego bei Eine-Welt-Reisen in Berlin abgegeben haben. Was in dieser recht kurzen Zeit passiert ist, macht uns sprachlos und wir können es kaum glauben. Es hat unsere Erwartungen eindeutig übertroffen, auch wenn noch nicht alles fertig ist. Hier schon mal die ersten Bilder :

Michael und Karl
Atego von hinten
Blick auf das Badezimmer
Hier entsteht in den nächsten Wochen das Bett
Das Bad von innen
Die Dusche
Alles, was wir für den Ausbau benötigen liegt bereit
Wir durften in das Typenschild die Zahlen selbst einschlagen!

Wie geht es nun weiter?

Wir haben das große Glück, dass wir einen guten Freund haben, der uns beim Ausbau und vor allem bei der Elektrik hilft. Das ist tatsächlich ein großes Glück, denn eigentlich befindet sich Karl gerade mit seinem Boot „Pelican“ und seiner Freundin auf Weltumsegelung. Durch Zufall sind sie gerade in Berlin und Karl hat nichts besseres zu tun, als seine Hilfe anzubieten. Somit ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass wir im Januar bereits einen guten Stand in der Kabine haben und unser Abenteuer Marokko in Angriff nehmen können. Die Spannung steigt😀

31.12.2017

Wir sind aus unserm Kurzurlaub im Schnee wieder zurück und haben seitdem mächtig Gas gegeben. Marina liegt leider krank im Bett, so dass Karl und ich alleine unsere handwerklichen Geschicke unter Beweis stellen müssen! Trotzdem waren die letzten beiden Tage sehr konstruktiv. Die Solarpannels sind auf dem Dach montiert und müssen nur noch angeschlossen werden. Das Bettgestell ist fertig und am 04.01. werden die ganzen Platten geliefert, um das Bett und die Sitzbank komplettieren zu können.

Heute habe ich die Standheizung Planar 44D eingebaut und in Betrieb genommen. Sie funktioniert sensationell, ist allerdings noch sehr laut. Wenn sie jedoch in der Sitzkiste integriert ist, wird sie noch gegen Schall isoliert, um die Geräusche auf ein Minimum zu reduzieren. Das wird sicherlich keine „Flüsterheizung“, aber ich denke es wird am Ende ok sein.

Als Nächstes kommt dann die Verlegung der Lüftungsrohre und die Wasserintsallation…man hat am Neujahrstag ja auch nix besseres zu tun 😉

Die Solarpannels werden aufgelegt
Bettgestell ist installiert
Anzeichnen für den Ausschnitt
Ausschnitt für den Halter der Standheizung
Halter der Standheizung
Heizung ist montiert
Anschlüsse von unten

 

02.01.2018

Langsam ernährt sich das Eichhörnchen! Es sind zwar keine großen Schritte, aber es wird. Selbst bei der besten Planung fehlt immer wieder eine Kleinigkeit, die es zu besorgen gilt…und das kostet einfach Zeit. Das Fazit lautet: Wenn du für eine Arbeit 1h plant, dann dauert es doppelt so lange 🙂

Dennoch sind wir im Zeitplan und unserer Abfahrt am 15.01.2018 steht schon jetzt nichts mehr im Weg. Die Solarpanels sind nun fixiert und die Kabel sind verlegt. Die Standheizung ist nun endgültig verschraubt, isoliert und verklebt und verrichtet ihren Dienst tadellos. Hier sind wir wirklich sehr zufrieden. Nachdem die Rohre angeschlossen und isoliert sind ist sie auch deutlich leiser geworden. Bei einer Außentemperatur von 6°C heizt sich die Kabine in 5min so gut auf, dass man die Heizung auf die minimale Heizleistung reduzieren muss, wenn man keine Sauna haben möchte. Vermutlich hätte es auch eine 2kw Heizung getan, aber sicher ist sicher!

Morgen kommen die letzten Komponenten für die Wasseranlage, so dass wir auch diese Installation abschließen können. In 2 Tagen kommen die Platten für das Bett und die Sitzgruppe. Dann werden wir einen richtig großen Schritt nach vorne machen und es wird sich hoffentlich das Ambiente vom Rohbau in ein wohnliches Raumgefühl verändern. Es bleibt also spannend….

Solar Pannels
24V & 12V Sicherungskasten
Thunder-Sky/Winston 60Ah WB-LYP60AHA
Verkabelungsarbeit
Standheizung mit Warmwasserboiler
Wärmebild der Heizung
Hitzeschutz der Standheizung
Wärmebild der Auspuffanlage
Wärmebild direkt am Auspuff

 

20 Gedanken zu „Die Kabine im Bau

  1. Ralf Frontzek Antworten

    … das dauert aber auch 😉

    Es ist sehr spannend der Berichterstattung zu Eurem Projekt ‚Atego‘ zu folgen.
    Die Bilder und Eure Beschreibungen machen den ‚Werdegang‘ – ich hoffe bis zum reisefertigen Mobil – nachvollziehbar.
    Nur weiter so … Eure Erfahrungen motivieren uns zum ‚Atego Vers. 2.0‘ :))

    Gruß
    Ralf

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Frank,

      es freut uns, dass dir unser Projekt gefällt. Deinem Kommentar entnehme ich, dass du auch einen Atego hast! Was sind deine Erfahrungen? Welche Reisen habt ihr schon unternommen?

      Viele Grüße aus Berlin

      • Ralf Frontzek Antworten

        Nee .. nicht ‚Frank‘ – sondern Ralf&Susan 😉
        Und – nein – einen ‚Atego‘ haben wir ( noch ) nicht …. Ihr beantwortet unsere Fragen 😊.
        Ich habe in ‚jungen Jahren‘ mehrfach bei der Fa. MaBu Leerkabinen nach unseren Vorstellungen fertigen lassen und nach unseren Bedürfnissen ausgebaut … lang ist‘s
        her. VW LT und Ford Cargo waren die Träger und der Leerkabinenpreis lag bei 10 Tsd. DM 😢 … Heute fahren wir einen ‚dekadenten‘ NB Clou Liner – 7,5 t luftgefedertes Urlaubsspielzeug auf IVECO EuroCargo mit ‚Alles‘, wie der Dortmunder Junge sagt 😏
        Die europäischen Urlaubsziele endeten i.d.R. am Ende des Asphaltbandes … Griechenland oder zur Zeit Sardinien, ok – da gibt es schöne Stellplätze, aber einiges bleibt uns verwehrt … das Mobil kann’s schlicht nicht. Von fernen Zielen ganz zu schweigen ….
        Folglich stehen wir – wie Ihr vor einem halben Jahr – vor der Frage: Fzg.-Veränderung … aber wie ? ( Wir kommen nur aus der Anderen, der Komfort und ‚Zuviel‘ Richtung 🙄)
        Die Zeit ( das Lebensalter ) drängt … Kaufen ? Neu ? Gebraucht ? … Reisemobile liegen im Trend, 4×4 sowieso … die Preise sind absurd … aber wem sag ich das … 😉
        Also – selbst ist der Mann – Akkuschrauber und Stichsäge sind schon angestaubt und warten ..
        Die Fzg. Basis ? Steyr, MB 1117 oder gar Hanomag … nee … etwas Komfort darf noch sein ..
        ˋAtego‘ 🤔 – die goldene Mitte ? Ihr macht es vor ….
        Ich hätte noch viele Fragen zu Euren ersten Eindrücken und den technischen ‚Sachzwängen‘ …
        Wie ist die Geräuschkulisse, V Max, stehen die 7,5 t, gibt‘s bei der WoMo Zulassing eine neue Software für‘s Steuergerät, bleibt der Atego ‚Adblue‘ frei …. und, und …
        Wir freuen uns auf die Fortsetzung Eurer Story 👍

        Gruß aus Sardinien via SatelittenInternet 🙄

        Ralf&Susan

        Ps.
        Der Lithiumionen Satz für‘s WoMo ist mit 5000€ recht hoch angesetzt.
        Die 300Ah (12V) Winston ( Litrade.de ) lagen bei uns im Angebot bei etwa 1500€ inkl. Balancer
        ( VictronMultiplus als Schalt- u. Ladergerät )
        Die 24V Lichtmaschine lädt zudem über einen ‚Victron Orion‘ Wandler ( ein Zauberberät 👍) unsere 12V Bordanlage mit bis zu 100Ah …

        • MiW Autor des BeitragesAntworten

          Hallo Susan & Ralf,
          eure Geschichte hört sich aber auch gut an! Komfort ist keine Schande, wenn auch nicht ein unbedingtes „MUSS“. Umso länger man allerdings unterwegs ist, umso mehr wünscht man sich eine Toilette und Dusche dabei zu haben; Das war dann auch tatsächlich der Hauptgrund, warum wir uns für ein etwas größeres Reisemobil entschieden haben. Die Fahrt durch Marokko mit dem Mercedes G zu Beginn des Jahres war ein Traum. Der große Vorteil eines „kleinen“ Autos liegt auf der Hand: Es ist klein und wendig und man kommt einfach überall damit hin…dafür hat man eben nicht alles dabei, was die „Größeren“ haben. Trotzdem glauben wir, ist der Atego mit dem kurzen Radstand (3250mm) ein super Kompromiss. Die Kabine wird 4200mm und hat somit kaum Überhang, was uns wichtig war. Wir wollen lieber beim „Wohnen“ etwas eingeschränkt sein, aber dafür überall hinkommen…letztlich will man in den fernen Ländern wirklich alles sehen und nicht irgendwo umdrehen müssen.
          Warum ein Atego? Wir haben uns vorher viel informiert. Natürlich gibt es auch viele Alternativen, wie MAN, Steyer, usw. Der Atego (Baujahr 2008) hat in unseren Augen verschiedene Vorteile. Er kommt aus BW Beständen. Die Ategos wurden von der BW geleast, dementsprechend bei Mercedes Charterway komplett gewartet und nicht bei der Bundesehr. Das garantiert eine perfekte und auch nachvollziehbare Historie. Mit 28tkm ist der Atego im Grunde neuwertig. Ein weiteres „+“ ist die Euronorm 4. Man hat in Deutschland keine Probleme in Innenstädte zu kommen, wegen der grünen Plakette. Das AdBlue ist für uns kein Problem. Der Tank ist groß genug und der sehr große Vorteil ist, dass der BW Atego ohne AdBlue genauso weiterfährt wenn der Tank leer ist. Das ist eine Besonderheit der BW Fahrzeuge! Die Lichtanlage in der vorderen Stoßstange ist nach neustem Stand gebaut und die Stoßstange selbst schon aus Stahl und sehr stabil. Das Fahrerhaus ist um 15cm länger, was deutlich mehr Platz vorne schafft, aber noch viel entscheidender ist: man kann die Sitze deutlich weiter nach hinten klappen und dann fast wie in einem Sonnenstuhl liegen. Das sind also die Beweggründe, einen Atego zu kaufen, gewesen. Wir glauben es ist der beste Kompromiss aus „neuer“ Technik, die aber in den fernen Ländern funktioniert und auch noch nicht zu viel Elektronik hat.
          Der Fahrkomfort ist sensationell, selbst mit den groben Stollenreifen. Das hätten wir selbst nicht geglaubt, allerdings nicht mit einem Strassenreifen zu vergleichen…man kann eben nicht alles haben. Der Verbrauch wird bei 18L/100km liegen und der Topspeed bei 90km/h. Vermutlich werden wir ein anderes Steuergerät verbauen. Damit hat er dann 240PS und eine V-max Aufhebung…das erleichtert das Überholen in manchen Situationen. Schneller fahren wird man im Schnitt eher nicht als 90km/h, da der Motor sonst zu hoch dreht. Eine andere Übersetzung könnte man sicherlich einbauen, damit leidet aber die Geländegängigkeit im Sand…da braucht man jedes PS wie man festgestellt hat. Sand kann man teilweise nicht langsam befahren, sondern muss schon ein gewisses Tempo halten, was dann aber ohne die nötigen PS nicht möglich ist…also bleiben die kurzen Achsen drin.
          Ich denke, wir haben die ein oder andere Frage beantworten können…achso, ich halte die ganzen fertigen Mobile im Übrigen auch für völlig überteuert. Unser Atego wird am Ende die Hälfte der gängigen 4×4 LKW’s in vergleichbarer Größe und Ausstattung kosten, aber sicherlich nicht schlechter dastehen! Und wenn schon, es geht doch letztlich um die Unabhängigkeit, die Reiselust und das Erlebnis…da muss nicht immer alles perfekt sein! Wenn alles perfekt ist hat man später keine Erinnerung daran und auch keine Geschichte zu erzählen, stimmt’s?

          Viele Grüße nach Sardinien

      • Ralf Frontzek Antworten

        Hallo Marina & Michael,
        herzlichen Dank für den umfangreichen ‚Motivationsschub‘ 😉
        Eure Gedanken zur Fahrzeugwahl ‚Atego‘ sind hinsichtlich des Nutzungspofils schlüssig …
        uns fällt kein ‚Ja-aber‘ ein 🤔
        Auch Eure beschriebene Ersterfahrung im Fahrbetrieb überzeugt uns, und Euer YouTube Video dokumentiert den Spaßfaktor der Kiste abseits der Straße 👍
        Also BW Atego … wir tendieren zum Aufbau 4,70 Länge bei 2,20 Breite …
        Der BW Atego wird gegenwärtig von unterschiedlichen Händlern angeboten, gab es bei Eurer Händlerwahl ein Alleinstellungsmerkmal oder Verhandlungsspielraum, was zum Zuschlag geführt hat? Ich habe bei der Angebotsbetrachtung keine Ausstattungunterschiede festgestellt … einzig Laufleistung und Preis differieren. Habe ich etwas übersehen?

        Ungefragt noch einige Gedanken zu unserer bisherigen ‚Selbst-Ausbauerfahrung‘:
        Alles ( Auswahl, Beschaffung, Anpassung, Montage und Abnahme ) dauerte viel länger als geplant. Zunächst ‚räumt‘ es schnell ( Bett, Tisch, Sitzbank … whow 🤗 ) , dann folgt immer kniffeligere Detailarbeit ( Elektrik, Sensoren, Schlauchschellen …. ) das zieht sich und man sieht nix 😢 ….
        Mahnung: Was Ihr im ersten Anlauf nicht sorgfältig verbaut, korrigiert Ihr nie wieder. Ich zitiere mal: „Nichts ist beständiger als ein Provisorium…“ Stimmt genau so 😏.
        Am Ende stand bei uns aber immer der Stolz auf ein absolutes Unikat. Ein WoMo nach unserer Kreativität und auf unseren Bedarf zugeschnitten.

        Freut Euch darauf, wir unterstellen Euch die Gelassenheit Euerem ‚Projekt‘ Zeit zu geben ….

        Und ja – Ihr habt völlig Recht – Pleiten, Pech und Pannen schreiben die „schönsten Geschichten“, ob ein vergessener Abwasserschieber (pfui🙄) oder ein Plattfuß vor der Rampe der ablegebereiten Fähre …. 😅

        Gruß
        Susan &Ralf

  2. Michael Antworten

    Hallo Marina, Hallo Michael,

    echt toll zu sehen, in welchen Schritten das ganze nun bei Euch Form annimmt. Mit Eurer ersten Reise nach Marokko am 15 Januar 2018 ist das Ziel ja greifbar nahe. Das muss ein wahnsinniges Gefühl sein und super spannend zu gleich. Wir wünschen Euch, dass alles nach Eurem Plan und Euren Vorstellung am 15 Januar 2018 zusammenkommt.

    Bei 4420 mm Kofferlänge und einer 45 Grad Anschrägung am Koffer hinten, vermute ich habt Ihr hinten dann einen 45 Grad Böschungswinkel. Das wir super aussehen und Euer Auto dann wirklich kompakt und wendig machen. Von außen betrachtet werde ich dann wohl immer begeistert auf Euer Auto schauen. Ich hoffe, dass wir dann letztlich, wenn wir zu dritt im Koffer sitzen, immer noch davon überzeugt sein werden, für uns den richtigen Kompromiss zwischen Überhang und Kabineninnenlänge getroffen zu habe.

    Wie nah seid Ihr mit dem Koffer am Fahrerhaus? Wir sind bei 180 mm? Näher ging es nicht, um noch genügend Platz für Das Luftansaugrohr zu lassen. Verlegt Ihr den Luftfilter auch aufs Fahrerhausdach oder
    bleibt er wo er ist – hinter dem Fahrerhaus?

    Gruß,

    Michael

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Peggy, Hallo Michael,

      ja, optisch wird er sicher sehr kompakt wirken, aber innen natürlich mit sehr übersichtlichem Platzangebot daher kommen. Für 2 Personen absolut ok, aber zu dritt wäre es zu klein…wir werde sehen! Bei der Geländegängigkeit sollte es keinen Kompromiss geben, da es auch keine Unterflurkästen geben wird. Den Abstand zum Fahrerhaus muss ich gestehen weiß ich gar nicht, aber der Luftfilter kommt mit einem Halter oben an die Frontseite der Kabine, damit wir das Fahrerhaus problemlos kippen können, ohne erst die Verbindung zum Luftfilterkasten trennen zu müssen. Das erschien uns die beste Variante.
      Seid ihr mit eurem Atego eigendlich vor dem Ausbau auch schon im Gelände gewesen? Eure Erfahrung würde mich mal interessieren. In unserem Video haben wir unsere Eindrücke ja bereits geschildert. Wenn man vorher mit einem Mercedes G gefahren ist, dann erscheint so ein LKW deutlich spektakulärer…! Aber eins steht fest, der kann deutlich mehr, als man glaubt. Die großen Federwege und die starke Torsion des Rahmen eröffnen wirklich ungeahnte Möglichkeiten. Bei unserer Fahrt war ich mir einige Male sicher, dass wir seitlich umkippen. Schaut man sich dann später das Ganze im Video von außen an, so wundert man sich, wie sehr ein Gefühl täuschen kann! Es kam dann doch eher einer „Bordsteinüberfahrt“ gleich 🙂
      Heute werde ich unsere grobe Route für die Fahrt finalisieren und online stellen. Da könnt ihr ja mal reinschauen. Kennt ihr auch die Navi Software QUO VADIS?

      Viele Grüße aus dem noch sehr sonnigen Berlin,

      Marina & Michael

  3. Christian Antworten

    Hallo Michael,

    man bin ich angefixt! Gut geschrieben kurzweilig und genau meine Richtung. Ich hätte da eine Frage zum Preis für euren Koffer. Da ich auch etwas handwerklich begabt bin, habe meinen T5 auch selbst ausgebaut, würde ich gerne wissen, was die Kabine inkl. Fenstern & Tür gekostet hat? Also auch ohne Dusche.

    Würde mich über ein Feedback freuen.

    Gruß,
    Christian

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Christian,

      in meinem Kommentar an Michaela und Thomas kannst du meine Antwort bezüglich Preise sehen. Wie gesagt, man kann das alles nicht komplett trennen. Am besten wird es immer sein eine konkrete Anfrage zu stellen, da jeder Aufbau ganz individuell ist!

      Viele Grüße

      Michael

  4. Thomas Antworten

    Hallo Marina und Michael,
    wir haben Eure Berichte gern gesehen. Wir kommen aus München und sind ebenfalls eifrig an der Planung. Aus diesem Grund schreibe ich Euch.
    Mich würde es interessieren wo Ihr den Aufbau bauen lassen habt.
    Und darf ich fragen was er gekostet hat. Sind das Echtglasfenster ? Und von welchen Hersteller?
    Wir würden uns freuen von Euch zu hören.
    Wir bleiben am Ball.
    Viel Spaß noch.
    Lieben Gruß
    Michaela und Thomas

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Thomas, Hallo Michaela,

      schön, dass ihr auch an einem Projekt plant. Im Grunde geht aus den ganzen Beiträgen alles hervor was eure Fragen angeht. Die Fenster sind von KCT und Echtglasfenster. Hier kann ich nur jedem empfehlen das Gleiche zu wählen, denn alles andere ist nicht im Ansatz vergleichbar. Ein Fenster kostet zwar ca. 1800,-€, aber ist jeden Cent wert…und so etwas ändert man später auch nicht mehr.
      Ein Pries für die Kabine zu nennen macht nicht wirklich Sinn, da dies von so vielen Faktoren abhängt, die individuell mit dem Fahrzeugbau besprochen werden müssen. Generell liegt ein leerer Koffer so wie wir ihn haben bei ca. 21.000,-€. Dann kommt es wieder auf die weitere Ausstattung bezüglich Fenster und Türen an…
      Die Kabine hat Eine-Welt-Reisen GmbH in Berlin gebaut. Den link findet ihr in den ganzen Beiträgen. Andre Schwarz kann euch sicherlich ein individuelles Angebot nach euren Vorstellungen machen. Ich kann das nur empfehlen…man zahlt für die Arbeit und nicht für die Werkstattpaläste wie sie viele andere Hersteller haben!

      Viele Grüße aus Berlin,

      Michael

      P.S.: Wir freuen uns auch immer über Bilder oder Ideen, wenn ihr welche habt 🙂

  5. Marco Spinelli Antworten

    Nice rig!
    Can you please tell me what’s the weight of the Atego without the cabin and the weight of the finished vehicle?

    Thank you
    Marco

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Ciao Marco,

      the Atego without cabin was 5300kg. The complete car now with the cabin and furniture is about 7100 kg without fuel.

      All the best,

      Michael

  6. Markus Potthoff Antworten

    Hallo Michael,
    ich befinde mich gerade auf einer Tour durch Mittelamerika (Globotrotter.com) Da unser Fahrzeug zwar nicht schlecht, aber leider nicht optimal ist und wir leider schon einige Probleme hatten, denke ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland Ende Mai 2018 über einen Fahrzeugwechsel nach. Wir wollen dann in ca. 4 Jahren Südamerika befahren und die Ostroute von Alexandria nach Kapstadt in Afrika reizt mich auch.
    Es ist schwierig das richtige Fahrgestell zu finden und deshalb bin ich sehr dankbar für Eure Mühe, hier alles so detailiert zu veröffentlichen. Auf die Ategos bin ich in mobile auch schon gestoßen. Aber aber bei diesem Fahrzeug stellen sich eine Menge Fragen wie z. B. Allgemeinzustand der Fahrzeuge bei Kauf, Verträglichkeit von schwefelhaltigem bzw. Schmutzigem Diesel außerhalb Europas, Fahrkomfort etc.. Eure Beiträge haben diese Fragen aber schon beantwortet, großes Lob und danke hierfür!
    Vor allem haben wir Gewichtsprobleme und wir benötigen einen anderen Grundriss in unserer Kabine, da wir mit Kindern reisen. Bei uns kommt es auf die maximale Geländegängigkeit nicht an, so dass unsere Kabine durchaus einen halben Meter länger werden könnte, was noch mehr Möglichkeiten in der Planung bietet. Und wir wollen einiges selber machen, denn die Preise bei den einschlägigen Anbietern sind zum Teil abenteuerlich und unverschämt.
    Mich würde noch nach Euren bisherigen Reisen interessieren, ob Ihr das Fahrgestell wieder kaufen würdet? … mal von der Federung auf Pisten und dem „hohen Dieselverbrauch“ (ist halt ein LKW und kein Sprinter) abgesehen. Und natürlich: Konnte man beim Kaufpreis für das Fahrgestell noch handeln?
    Ich tendiere sehr zu diesem Fahrgestell, vor allem weil wir die nächsten 20 Jahre damit reisen wollen, und nicht nur in Europa. Und wir wollen möglichst wenig technische Probleme haben…. (logisch, das möchte jeder gerne…)
    Würde mich über eine kurze Info freuen.
    Grüße aus Guatemala von Markus und Anne

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Anne, Hallo Markus,

      also ich kann das Fahrgestell mehr oder weniger uneingeschränkt empfehlen. Ich würde es in jedem Fall wieder kaufen. Die Bundeswehr Variante hat alles, was man braucht und ist auch deutlich unempfindlicher was die Dieselqualität angeht. Wir hatten in Marokko keinerlei Probleme…egal wo und was wir getankt haben. Ein kleines Manko ist die Motorleistung. Es ist eben ein 4-Zylinder mit 180PS und kein 6-Zylinder mit 240PS. Sei es drum, man kann nicht alles haben… Für uns ist es ein super Kompromiss! Die Kabine vorne ist perfekt von Größe, Komfort und Ausstattung. Handeln konnten wir damals nicht, aber wir haben die Zulassung auf 7,5t dazu bekommen nebst aller Gutachten.
      Bekannte von uns bauen auch gerade an dem gleichen Projekt, allerdings mit etwas größerer Kabine.
      Die könnt ihr mal hier besuchen: https://santego.wordpress.com/
      Michael und Peggy haben hier einen sehr schönen und informativen blog erstellt und sich noch deutlich mehr mit der Technik beschäftigt als wir!

      Wenn wir euch sonst noch helfen können einfach schreiben 🙂

      Viele Grüße nach Guatemala

      Marina & Michael

  7. Markus Potthoff Antworten

    Hallo Marina und Michael,
    vielen Dank für Eure ausführliche Antwort. Das hört sich gut an. Ich denke ich werde mir nach unserer Rückkehr zunächst mal das Fahrgestell sichern. Es scheint ja wirklich viele davon zu geben. Unsere Kabine wird außen ca. 5,10m lang werden. Ist zwar hart an der Grenze bei diesem Radstand, aber die Geländetauglichkeit reicht für uns dann immer noch.
    Danke auch für den Link. Hier schaue ich mal rein. Es ist ja schön wenn alle das gleiche Fahrgestell haben und Erfahrungen austauschen können.
    Gruß Markus und Anne

  8. Michael Antworten

    Hallo Markus,

    nach MB Aufbaurichtlinie darf der hintere Überhang nur 60% des Radstandes betragen. Mit 5,10m wirst
    du das überschreiten. Deswegen sind wir bei einer Kabinenlänge von 4,66m gelandet. Wenn 5,10m fest stehen, würde ich einfach mal bei dem TÜV, der am Ende die Einzelabnahme macht, nach fragen, was hier
    maximal abnahmefähig ist.

    Gruß,

    Michael

  9. René Grell Antworten

    Halli, hallo!

    als erstes erst einmal ein Kompliment für Euer Fahrzeug. Habe mir letzte Woche einen BW Atego 1018 gekauft. Übrigens bei dem selben Verkäufer von dem Ihr Euren Atego habt. Er hat mir Fotos gezeigt wo Ihr mit dem Juniorchef seit. Würde mich freuen wenn Ihr noch ein paar aktuelle Fotos für uns hättet. Ich habe zwei Fragen in eigener Sache. Könntest Du mir die Maße von den Aluprofilen des Zwischenrahmens sagen und die Materialstärke der Profile, und hast Du keine Angst das Dir das Schmutzwasser auf dem Weg in den Grauwassertank im Rohr einfriert?!

    • MiW Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Rene,

      eine späte Antwort ist auch eine Antwort 🙂
      Toll, dass wir wieder ein Mitglied in der Atego Familie haben! Langsam wächst das Interesse an diesem Fahrzeug, was gut für den Erfahrungsaustausch ist! Aus allen Posts die wir gemacht haben gehen die Antworten im Prinzip hervor, aber am besten wird es sein, wenn wir uns mal auf einen Besichtigungstermin mit Erfahrungsaustausch verständigen.
      Schreib mir bitte eine E-Mail an die miw@macro8.de ! Ich melde mich dann zurück

      Liebe Grüße

      M&M

  10. René Grell Antworten

    Hallo Micha,

    was ich gestern vergessen hatte zu schreiben. Ich komme auch aus Berlin und wollte nachfragen ob ich mir mal Dein Fahrzeug anschauen kann. Wäre super….

    Gruß René

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